Nereid’s Rally – Franz. Guayana

Im Coswin Creek wartet die Atla schon auf uns. In den nächsten Tagen trudeln die anderen ein. So lange 2können wir das Boot aufklaren und nach den Nächten auf See ein bißchen schlafen. Wir machen Touren mit dem Dinghi den Coswin Creek hinauf. Das Abendlicht auf dem ruhigen Dschungelfluß ist herrlich, nur die Mosquitos nerven bei Einbruch der Dunkelheit.

Als alle angekommen sind gibt’s einen Begrüßungslunch im Indianerdorf Awala Yalimapo. Wir fahren mit den beiden Katamaranen Coconut und Duplicat zum Strand. 4Ein paar Dinghis von anderen Booten haben wir mit im Schlepp damit das Ausbooten vor Ort schneller geht. Unter wehenden Palmen erfolgt die Begrüßung. Ich entdecke einige Stände mit Perlenschmuck und die ersten Souvenirs werden erstanden. Auf dem Rückweg entdecken wir breite Spuren von Schildkröten im Sand. 5Obwohl es spät im Jahr ist, haben sie an diesem einsamen Strand noch Eier gelegt. Zwei Tage später findet eine kurze Einkaufstour nach Mana statt. Nach 4-6 Tagen auf See und einiger Zeit vor Anker im Dschungel brauchen wir Vorräte. In Mana ist die größte Rindfleischproduktion von Frankreich erklärt Davide. Mana ist verschlafen und heiß am Mittag. Es mutet wie die Kulisse für einen Wildwestfilm an.

7Am Dienstag steht ein Ausflug mit 2 Pirogen ins Indianerdorf Galibi in Surinam auf dem Programm. Hier können wir uns  wirklich das alltägliche Leben ansehen. Leider sind um die Mittagszeit kaum Menschen zu sehen. Außerdem sind Schulferien. 8Unser Guide hat dort sein Feriendomizil, er liebt die Natur und lebt gern ein paar Tage dort, wenn er mal Ruhe haben will. Sonst ist er in St. Laurent beheimatet. So geht es wohl einigen aus dem Dorf. Die Jugend zieht in die Stadt. Trotzdem ist noch veles in 9alter Tradition erhalten. Mittags gibt es Reis mit Fisch und später kaufen wir geräucherten Fisch vom Holzkohlegrill. Dann geht’s zum Tanzen. In den Rhythmus kommt man schnell rein und es ist ein Riesenspaß bei dem die meisten mitmachen. Ian trommelt sogar mit, Donnerwetter! Nach einem herrlich entspannten Tag in der Natur klettern wir wieder in die Pirogen und setzen über zu unserem Ankerplatz vor tropischer Kulisse.

Dort gibt’s wieder zu tun: Flaggen setzen zur großen Einlauf-Parade in St.  Laurent. Erst fahren wir nach Creek Vaches, einem weiteren schönen Dschungel-Ankerplatz. Noch eine letzte Nacht in wilder Natur – und Zeit noch ein bißchen zu schreiben. Um 16.00 h gehen alle Anker auf, um 17.30 h ist Empfang in St. Laurent. 10Großer Bahnhof, alles ist voller Leute! Kleine Interviews werden gemacht, eine Bühne ist aufgebaut und jeder bekommt einen netten Präsentkorb. Alle Segler tragen brav ihr buntes Fanta-Käppi und das, oft viel zu große, Sponsoren-T-Shirt. Danach gibt’s sehr leckeres Finger-food. Gute französische Küche mit exotischem Touch. Menschen die lange und günstig unterwegs sind wissen dies wirklich sehr zu schätzen!

12Am nächsten Tag gibt es einen „Tag des offenen Bootes“.  Jeder aus dem Ort darf sich anmelden zur Besichtigung. Wir melden uns, um das Boot zu zeigen und zwei Journalisten (mit gutem Englisch!) kommen an Bord. Entsprechend fällt der Artikel in der Zeitung aus: Das Leben auf „Blue Sun“. Leider ist unser Französisch zu mäßig um alles zu verstehen.

Faszinierend ist die Besichtigung des alten Gefangenenlagers. Es war gut, kurz zuvor Papillon gesehen zu haben denn hier lebt der Film wieder auf! Das Lager ist riesig und gut erhalten, die Erklärung es Guides manchmal etwas schwer verständlich, aber das Wichtigste bekommen wir auf Nachfragen mit. Die Stadt sowie das Land sind fast ausschließlich von Strafgefangenen aufgebaut worden.11 Auch diejenigen, die später in Freiheit lebten, konnten so gut wie nie zurück nach Frankreich und haben sich vor Ort ihr Leben aufgebaut.

Wir haben Glück, hatte Davide gesagt, es findet ein Raketenstart statt. In Französisch Guayana startet einmal im Monat die Ariane Rakete. Alle steigen voller Freude in den Bus. Wir reisen ca. 2 Stunden durchs Land, kommen am Hotel Fleuve an, von wo aus es weitergehen soll – und man sagt uns, der Start wäre verschoben. Am nächsten Tag streiken die Busfahrer – und abends steigt in weiter Ferne die Ariane ohne uns gen Himmel. Da haben wir also Zeit, in David’s nettem Café zu sitzen und uns die Tourist-Card für Surinam zu besorgen.


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