Nereid’s Rally – Richtung Französisch Guayana

Früh am Morgen geht’s los. Rechtzeitig genug um noch vor Hochwasser an den flachen Stellen der Mündung  des Essequibo zu sein. Wir nehmen den als „Ship Channel“ in der Karte eingezeichneten Weg. p1000286Es ist schön tief und mit flotter Fahrt geht’s Richtung Meer. Die anderen Boote fahren etwas weiter südlich am Ufer entlang, dort gibt es aber einige flache Stellen, die wir gerne umgehen wollen. Plötzlich taucht direkt auf dem Wasser eine kleine weiße Styroporkugel auf: ein Fischernetz! Das Boot ruckt leicht und Kalle gibt rückwärts aber es ist zu spät. In der Strömung drehen wir uns und jetzt sehen wir weitere weiße Kugeln die sich mit uns drehen. In weiter Ferne ist eine schwarze Fahne, der Anfang des Netzes. Das andere Ende sehen wir nicht. Über Funk bitten wir um Hilfe, denn die Tauchflasche funktioniert immer noch nicht. Sofort sind diverse andere Boote da um zu helfen. p1000288Das ist das Gute an einer Gemeinschaftsfahrt! Ian von der Nautilus springt mit Tauchflasche ins Wasser und ringt mit dem Netz. Das Wasser rauscht mit über 2 kn an ihm vorbei. Er schafft es mit viel Willen und Kampfgeist, das Boot vom Netz zu befreien. Ian ist ein sehr guter Schwimmer und Taucher aber bei der Strömung ist es wirklich nicht einfach. Das Boot ist frei aber die Schraube dreht noch nicht. Das Wasser läuft kräftig ab inzwischen und es wird zügig flacher. Atla wirft uns eine Leine herüber und zieht uns aus dem flachen Gebiet heraus. Draußen treiben Boot und p1000291Taucher mit gleicher Geschwindigkeit und die Strömung ist nicht mehr so stark. Dafür gibt’s dann mehr Schwell . Nach 2 Meilen und diversen Funksprüchen springt Ian wieder ins Wasser. Stephanie hält nicht nur deren Boot auf Kurs sondern behält auch die Nerven als ihr Mann minutenlang in den Wellen unter unserem Boot herumtaucht. Alle halten nach den aufsteigenden Blasen Ausschau aber keiner sieht etwas – außer Stephanie. Wir sind froh als Ian heil und munter auftaucht und uns einen Haufen abgeschnittenes Netz an Bord wirft. Er schwimmt zu seinem Boot zurück und als er sicher an Bord ist, werfen wir die Maschine an. Alles funktioniert wieder! Wir danken allen und weiter geht’s Richtung Französisch Guayana.

p1000292Das Wetter ist herrlich, grünes, klares Wasser, gelegentlich kleine Schaumkronen, die übliche Sonne. Nur leider kommt der Wind ständig aus SO, d.h. wir müssen die ganze Strecke kreuzen. Am Mittag des 3. Tages beschließen wir, die „Bottle in the sea“ den Fluten zu übergeben. Schulkinder in Trinidad haben für jeden Teilnehmer der Rally eine sehr hübsche Flaschenpost gebastelt. Eine e-mail Adresse und ein Gruß befinden sich darin. Jeder soll auf der Strecke Photos davon machen und die Position festhalten. Die Photos werden dann an die Schule geschickt. Also, auf geht’s! Wir sind gespannt, ob sie irgendwo ankommt – und wir etwas davon hören werden.

p1000294Mit dem letzten Abendlicht laufen wir am Freitag, d. 23. September im Coswin Creek, einem Seitenfluß des Maroni-Rivers ein. Nur die Atla ist schon da. Wir werden von Mosquitos zerstochen, holen die Netze raus, nehmen noch einen gemeinsamen Drink mit Eva und Peter (Atla) und fallen todmüde in die Kojen. Der Liegeplatz an dem wir auf die anderen warten sollen, ist traumhaft schön!

Hier bleiben wir fast eine Woche. Wir besuchen ein Indianerdorf und haben eine herrliche Zeit auf dem Fluß.

Ein Kommentar zu “Nereid’s Rally – Richtung Französisch Guayana

  1. Gabie und Max, WSV Hooksiel says:

    Was erlebt Ihr inzwischen nur für aufregende Sachen! Wahnsinn! Ich lese die ganze Zeit natürlich mit, – hatte aber bisher nicht die Muße, Euch in Ruhe einen Kommentar zu schreiben. Deshalb heute ein paar Zeilen aus der Heimat: Ich bewundere Euch aufrichtig, daß Ihr diese aufregenden – zum Teil ja auch gefährlichen Erlebnisse – alle so gut verkraftet und Euch anscheinend auch noch sehr wohl dabei fühlt. Ich komme gerade aus Hooksiel und habe vorgestern mit Max die Segel bei wohlgemerkt trockenem Wetter! abgeschlagen… und jetzt regnet es natürlich wieder, – besser es kommt in Kübeln…, und es ist ziemlich kalt: 3-5 Grad in der Nacht! Die Zugvögel machen sich verständlicherweise nach einem plötzlichen Temperatursturz endlich auf den Weg…….!
    Herzliche Grüße aus dem Westerwald….:-)
    Gabie (und Grüße auch von Max!)


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