Karibik – Sonne und blendend weißer Sand!

Wir sind früher als erwartet auf Barbados und haben so Zeit genug, uns um das Visum für die USA zu kümmern. Matthias und Maria fliegen Mitte des Monats von hier nach Hause. Kar 1Wir schaukeln in Carlisle Bay so leise vor uns hin und vertreiben uns die Zeit mit Ausflügen, Baden, Reparaturen am Boot. Ja, leider steht sehr viel Schwell in die Bucht und die Nächte sind nicht wirklich leise mit den diversen Party-Katamaranen, die bis morgens mit laut hämmernder Musik an uns vorbeiziehen.

Kar 2Im Flußlauf liegt das Dinghi ruhig und sicher mitten in der Stadt. Bridgetown ist eine bunte Mischung aus alt und neu, kolonial, modern und leicht marode. Gleich am Anfang testen wir das wKar 3ichtigste einheimische Getränk,  das auch in Form von Punsch als Sundowner gern genossen wird – am besten nur einmal wenn man noch mehr vom Abend haben möchte. Ein Rezept befindet sich in unserem Törnführer und wartet auf Erprobung. Batsheba an der Ostküste Kar 4bietet Photomotive wie man sie sich nur wünschen kann. Die Brandung entlang der gesamten Küste ist gigantisch, die Strände einsam und besonders im nördlichen Teil ist die Insel noch recht ländlich.  Im „Welchman Hall Gully“ ist die ursprüngliche Vegetation der Insel zu bewundern, die es hier gab bevor die Kar 5Felder   für Zuckerrohranbau gerodet wurden. Die Tropfsteinhöhle „Harrisons Cove“ ist ebenso einen Besuch wert wie die kleinen Holzhütten mit Musik und einheimischen Gerichten am Strand von Oistins (besonders am Freitag abend).

Und nun? Seit 3. Januar sind wir hier – und warten immernoch auf das Visum für Kalle! Nach 3 Besuchen der US-Botschaft segeln wir heute um 17.00 h ohne Visum weiter Richtung Grenadinen. Wir wollen morgens ankommen, dann sieht man die Korallenköpfe besser im Wasser und schafft es hoffentlich bis mittags mit dem Einklarieren.

Im ersten Morgenlicht laufen wir Bequia an. Eine wunderschöne, riesige Bucht mit vielen Booten tut sich auf. Beq1Beim ersten Versuch hält der Anker und wir frühstücken in Ruhe. Nach einer durchsegelten Nacht, in der unsere Selbststeueranlage gar nicht mehr funktionierte, haben wir uns das verdient! Die Fallböen sind heftig aber wir liegen sehr ruhig und das Wasser ist glasklar. Die Insel hält, was die Bucht verspricht: ein karibischer Traum! Kein Lärm, wenig Autos, die Einwohner total entspannt. Wenn überhaupt Auto gefahren wird, dann schön langsam. Mit ein bißchen Energie Beq2kann man fast alles zu Fuß schaffen. Um die Bucht herum gibt es viele nette Restaurants, Straßenhändler und Boutiquen. Ich erstehe ein Kleid für die Hochzeit von Harleidy und Jan! Abends sitzen wir mit Freunden beim Sundowner mit Blick auf unsere Boote vor der untergehenden Sonne – so hatten wir uns das immer vorgestellt!

Irgendwann geht´s immer wieder weiter: St. Vincent heißt die nächste Insel. Unser Ziel ist die „Blue Lagoon“. Eine Lagune ist ein von Riffen umgebenes Gewässer. Die Einfahrt StV1ist schmal und recht flach und uns für viel Geld hineinlotsen lohnt sich nicht für eine Nacht. Wir gehen an eine Mooring nördlich von „Young Island“. Die Kulisse ist herrlich aber an Land gefällt es uns nicht so gut. Einige Charterbasen und entsprechend gute Hotels gibt es, sonst jedoch wirkt alles recht ärmlich. Mit dem Taxi kann man touristisch interessante Orte ansteuern, zum entspannten Spazierengehen lädt der Ort aber nicht ein.

In der Bucht von Wallilabou wurde der Film „Piraten der Karibik“ gedreht. Hier gibt es ein schlichtes, aber sehr originelles Restaurant mit diversen Requisiten aus dem Film. StV2Das Essen (Concha-Muschel mit Reis, Fisch kreolisch) schmeckt gut, wenn auch der Gourmet-Touch hier fehlt. Das nächste Dorf befindet sich in der angrenzenden Bucht mitsamt Trans-Ocean Stützpunkt. Auch hier ist ein Restaurant mit einem traumhaften Blick und netter Atmosphäre – beim nächsten Besuch machen wir hier fest. Leider fehlt mir die Gelegenheit, noch den Vulkan zu besteigen, schade! In der Bucht von Chateaubelair klarieren wir aus

….. und segeln weiter nach St. Lucia, Rodney Bay. Eine schöne, sonnige und windige Überfahrt vorbei an der herrlichen Küste von St. Lucia. Wir haben viel am Boot zu tun und müssen einkaufen. Nach einem arbeitsreichen und heißen Tag in der Marina lassen wir uns mit Inge, Erhardt und Michael den DSC_1751Sundowner schmecken. Am nächsten Morgen kommen Jan und Harleidy an Bord. Leider verläuft nicht alles wie geplant: die beiden müssen sich mit Poblemen für Harleidy´s Visum herumschlagen obwohl sie extra und mit viel Aufwand in London ein Visum bekommen hatte! Bei diesem Behörden-Theater heißt es: Nerven behalten – und das tun die beiden. Am nächsten Tag wollen wir auslaufen: noch im Hafen bekommt Jan eine Dusche mit Hydraulik-Öl. Wir gehen vor Anker, Kalle repariert, wir gehen wieder in den Hafen. Nachdem StL2alles geregelt ist spielt das Wetter nicht so recht mit: viel Wind ist angesagt. Wir warten noch einen Tag in Rodney Bay. Es gibt diverse Restaurants hier und wir wählen etwas mit einheimischem Essen. Treffer! Alle sind zufrieden. Marigot Bay liegt wenige Meilen südlich und ist traumhaft schön. Eine sehr geschützte Bucht, umgeben von Mangroven, dicht bewachsenen Bergen mit edlen Villen, einer Steganlage mit Restaurants und edlen Läden – leider hat auch der kleine Supermarkt „edle“ Preise. Die touristischen Highlights der Insel befinden sich im Süden bei den Pitons, 2 steil in den Himmel wachsenden Bergen an der Küste. Direkt dazwischen liegen wenige Moorings vor der zauberhaften Ferienanlage „Sugar Beach“. Der Blick vom Ankerplatz ist herrlich, das Sicherheitsgefühl vor dem exklusiven Resort ist bestens. Die Fallwinde sind jedoch derart heftig, dass wir inständig hoffen, dass die Mooring hält. Die Ferienanlage ist ein Traum wie im Hochglanz- Magazin und das Essen absolut genial. Dank an Benny für die tolle Einladung!! Jan und Harleidy müssen wieder nach Hause und wir

….. legen ab nach Martinique. Schlechte Sicht, Nieselregen, Wind von vorn, heftige Böen mit 40 kn, heftige Regenschauer. Nach all´ den ruhigen Marina- , Bucht- und Landtagen bin ich nichts mehr gewohnM1t und mir ist schlecht, echt ätzend. Beim Anlaufen von Martinique ist alles wieder gut, die Einfahrt ist lang und schlängelt sich durch Ankerfelder und Untiefen mit glasklarem Wasser. Die Marina ist die größte in der Karibik und zu unserer Freude bestückt mit diversen gut sortierten Segelläden. Neue Batterien, einige Leinen, eine Reparatur am Kühlschrank, ein neues Dinghi – wir haben viel zu erledigen und sind die beiden Tage durchgehend M2voll beschäftigt. Ein neues Kleidchen und ein nettes Abendessen an Kalle`s Geburtstag in rustikalem Ambiente sind aber noch drin. Man zahlt hier mit Euro statt mit EC (East Carribean $) und fühlt sich insgesamt mehr wie in Europa als in der Karibik. Nach 3 Marina-Nächten gehen wir vor St. Anne vor Anker. Ein schnuckeliger Ferienort mit einer riesigen offenen Bucht. Beim Anblick des hellgrünen Wassers und der Palmen am weißen Sandstrand kommt wieder Karibik-Feeling auf!

2 Kommentare zu “Karibik – Sonne und blendend weißer Sand!

  1. Gabie und Max, WSV Hooksiel says:

    Und wir dachten schon, Ihr seid in der Karibik verschollen – schön, daß Ihr Euch mal wieder gemeldet – und schon so viel erlebt habt. Viel Glück weiter auf Eurer Reise und für das Visum von Kalle!

    Grüße aus dem Westerwald
    Gabie und Max

  2. Frank iben says:

    Moin ihr beiden – erstmal Gratulation das ihr euren Traum lebt und nicht ein Leben lang von so einer Auszeit träumt!!
    Es macht Spaß die Törn – Berichte zu lesen. Den Rum- Punsch habe ich in eurer Gegend letztes Jahr genießen dürfen- ja der hilft schnell in das Karibik feeling zu kommen 🙂
    Viele Grüsse aus dem kalten Norden Nico & Frank


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