Puerto Rico – das „Festland“

Nach einm herrlichen Segeltag fällt abends die Entscheidung in Puerto Patillas zu ankern. Wir liegen ruhig hinter dem Riff auf 3,90 m Tiefe. Außer uns sind nur 2 weitere Segler in der Bucht. Soviel Einsamkeit kennen wir gar nicht, besonders in den Virgin Island ist es immer voll. Wir liegen gemütlich in der Bucht und beschließen, morgen weiter zu segeln. An Land sieht es recht ruhig aus, da kann man sicher kein Auto mieten. Am nächsten Morgen geht’s weiter. Wir haben eine windige, herrliche Reise nach Ponce, vorbei an Isla Caja de Muertos – wo die Coast Guard auf uns wartet. Wir sollen nach Ponce fahren und ihnen folgen. Dort wollten wir sowieso hin. Nach einer Stunde sind wir fest an der Pier zum Yacht und Fishing Club. Die Beamten sind sehr nett und erklären uns, dass wir auf den Zoll warten müssten. Der Chef der Truppe kann sehr gut englisch und erklärt uns, dass wir von Patillas aus hätten anrufen müssen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir aber noch nicht, dass unsere Handys hier wunderbar funktionieren, außerdem waren wir ja gar nicht an Land! Er versteht das und erklärt uns nochmal, dass wir immer sofort anrufen müssen wenn wir in einen neuen Bezirk kommen. Wenn man also nicht weiß, ob es ein neuer Bezirk ist: trotzdem anrufen. Ansonsten sind die Papiere in Ordnung.

Der Yacht- und Fishing Club nimmt 2 US $ per Fuß, das sagt uns nicht zu und wir ankern auf 9,20 m verhältnismäßig ruhig. 2 amerikanische Boote sind noch hier, sonst nur einige Einheimische. Wir liegen zwischen einem Hafen für die Großschiffahrt mit Verladebrücken und dem Yachtclub mit Strandanbindung. Es gibt eine Reihe Kneipen mit Internet an Land, – mit lauter Musik am Abend -, und sonst nichts was das Seglerherz begehrt. Der Weg zur Stadt ist weit. Wir schnappen uns ein Taxi. Freddie spricht Englisch und hat die Nr. 787-598-8884. Er ist immer schnell und pünktlich.  Ponce hat einen schönen alten Stadtkern. Hier ist die spanische Vergangenheit deutlich sichtbar und das Flair völlig anders. Die Menschen sind, im Gegensatz zu allen anderen Karibik-Staaten, sämtlich spanischer Abstammung. Wir spazieren über Plätze mit Springbrunnen und Statuen, sehen uns das alte Feuerwehrgebäude an, die schönen Kirchen und Gebäude. Ponce ist bekannt für Kunst und Kultur auf der Insel und das spürt man. Am nächsten Tag ist Schluß mit Kunst, wir suchen den Supermarkt auf. Donnerwetter, so eine Auswahl hatten wir zuletzt in Deutschland. Preislich ist der Markt auch okay, nur die Taxifahrt macht die Sache aufwändig. Nach dem Einkauf laufen wir aus nach Westen. Puerto Rico liegt immer in leichtem Dunst und es ist wunderschön an der Küste entlang zu segeln. Zwischen den Riffen hindurch geht’s rein in die Bucht von Guanica. Ein  toller Liegeplatz hinter Cayos de Cana Gorda (Gilligan‘s Island). Nur ein weiterer Segler, glasklares Wasser in allen Blau- und Grüntönen.

Nächster Stop ist Boqueron. Ein sehr entspannter lebendiger Ferienort an dem sich viele Einheimische am Wochenende aufhalten. Als wir da sind ist es Wochenende! Viele Verkaufsstände mit Austern, der Spezialität der Gegend, 6 Stck. 3 $, da kann man nicht klagen. Viel Musik und Tanz auf der Straße bis spät abends und am Tage ein endloser, palmengesäumter Strand zum Laufen.

Mayaguez ist unser letzter Stop. Eine riesige Bucht die bei Ostwind sicher recht ruhig ist. Wir haben leider keinen Ostwind, dafür aber sehr wenig Wind und der Anker hält super. Die Gegend am Hafen ist als rustikal zu bezeichnen, aber die Leute begrüßen uns und freuen sich, dass Segler die Insel besuchen. Wir sind die einzigen in der riesigen Bucht! Nach langer Wanderung gelangen wir ins Zentrum der Stadt und staunen, wie schön es hier ist. Nur eben nicht riesig. Internet gibt’s bei Burger King (3 weitere WiFi-Versuche in sehr netten Kneipen waren gescheitert) und einen guten Supermarkt und Tanke nahe beim Dighi-Steg. Wir kommen wieder zur Bucht zurück und entdecken ein weiteres Segelboot! ….. und schon wieder sind wir in der deutschen Bucht. Es ist die Obelix mit Brigitte und Frank. Wir beschließen, gemeinsam ein Auto zu mieten und das Innere der Insel anzusehen. Von Mayaguez zu den Tropfsteinhöhlen und zurück über die Panorama-Straße. Eine tolle Tour, eine schöne Tropfsteinhöhle und eine schmale Straße, die sich durch den Dschungel schlängelt und am Ende doch recht lang erscheint. Nach einem netten Abschiedsabend legen wir früh morgens ab zur Dominikanischen Republik. Die Nachtfahrt ist angenehm entspannt. Na ja, um 4 h war ich in der Koje, um 6.30 h startet neben mir der Motor. Bei einem Knoten Wind kann auch Kalle nichts mehr aus dem Boot rausholen. Um die Mittagszeit sind wir fest in der Marina Puerto Bahia, in der Bahia Samana.

Bericht von Dom. Rep. dauert noch, wir sind beschäftigt mit Sight-seeing!


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