Belgien, Frankreich, Großbritannien

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Belgien

Der Sturm lässt nach. Wir laufen aus und suchen nach einem kleinen, lauschigen Hafen. Schwierig an der Küste dort! Wir machen erst in Blankenberge fest. Dort gibt´s abends Muscheln, typisch für die Gegend. Der Ort mit der zugehörigen Promenade erinnert sehr an die 70-er Jahre mit dem entsprechenden Flair. Der Hafen ist gemütlich und gut gesichert, man merkt an den riesigen Mauern die Nähe der Nordsee mit zugehörigem Tidenhub.

Weiter geht´s nach Nieuwport in den königlichen Jachthafen. Die Altstadt ist sehr hübsch, es gibt eine wunderschöne Promenade bis zum Meer und dort viele Sportanlagen, Boutiquen und Restaurants: 18ein lebendiger großer Ferienort. Die bunten Flaggen erinnern daran, dass wir mitten in Europa sind. Der Ort hat eine romantische alte Seite und die neuere am Meer, die nicht ganz so hübsch aber sehr zweckmäßig und schön für Familienferien ist. An der Einfahrt werden Körbe zum Fischen zu Wasser gelassen, ein Riesenspaß für alle! Ein sehr abwechslungsreicher Ort mit tollem „Nordsee-feeling“: breiter, total feiner Sandstrand, trockenfallende Schlickflächen, Fischerboote, romantische Altstadt aber auch viele sehr schicke Läden. Bei einem ausgedehnten Spaziergang entdecken wir noch ein Viertel mit sehr edlen Häusern in ruhigen Seitenstraßen mit schönen Gärten.

AFrankreich

Dunkerque ist grau und windig! Als wir am Außensteg so vor uns hinschaukeln entdecken wir sogleich unsere Freunde von Norderney wieder. Großes Hallo und abends ein nettes Glas Wein im Marina-Restaurant – auf den ersten Hafen in Frankreich muss man stilecht anstoßen. Die Schlacht von Dünkirchen dürfte jedem ein Begriff sein, daher besuchen wir das sehr interessant gestaltete Kriegsmuseum. Einkaufen kann man auch gut, zu unserer Überraschung finden wir Rollmops im Supermarkt. Im Segelladen gibt es eine neue Anzeige für den Tagestank, ich kaufe ein Körbchen für Kräuter und Kalle hat jetzt ein neues Hemd, très chic!
Bei weiterhin grauem Himmel, Wind aus SW und mäßiger Sicht geht´s weiter nach

CGroßbritannien

Die Einfahrt nach Dover wird schon deswegen spannend, weil man sich 2-mal per Funk anmelden muss um die Einfahrerlaubnis zu bekommen. Blue Sun läuft ein – und dann streikt der Motor! Segel wieder hoch und mit sehr wenig Wind in der Abdeckung aber bei recht viel Strömung segeln wir zum Ankerplatz. Ein schöner Ausblick auf die Stadt und das alte Schloß auf dem Berg! Kalle behebt das Problem mit dem Tank und in der Marina am nächsten Tag sind alle über unser Problem informiert und sehr hilfsbereit.

BEastbourne ist ein gepflegter großer Ferienort mit einer wunderschönen neuen Marina. Zum Zentrum geht man auf der Promenade am Meer entlang: Fischerboote, ein altes Fort, verschiedene Parks und typischerweise wird auch Bowling gespielt. Auf perfektem englischem Rasen mit Palmen und einem hübschen Garten drumherum. Auf der Promenade findet ein Oldtimertreffen statt. Alles alte VW´s, überwiegend Campingbusse und viele skurrile Typen. DAuch diverse Motorräder sind zu sehen.
Auf dem Weg nach Brighton segeln wir mit 2 langen Schlägen (ja, wir müssen schon wieder kreuzen) an den tollen Kreidefelsen von Beachy Head vorbei. Von Brighton fliege ich für 2 Tage nach Hamburg und komme mit Kalle´s Kindern wieder zurück. Kalle hat viel am Boot zu tun während ich weg bin.
Wir spielen Minigolf, sehen die Stadt an und wandern an den hohen Kreidefelsen – während es draußen nur kachelt. F Selbst die hartgesottenen Segler bleiben im Hafen. Am 30. Juli wird das Wetter besser und wir legen ab nach

Portsmouth. Wir liegen in der Gosport Marina gegenüber der AltstadtG mit Blick auf den Spinaker-Tower. Es geht los zur Stadtbesichtigung: mit der Fähre nach drüben, Spaziergang zum modernen, schicken Shopping-Centre am Tower und zum alten Stadtkern, am Hafen entlang mit Blick auf den Solent. Wir besichtigen ausführlich das alte Kriegsschiff die „Warrior II“ und die Kinder drängt es in den Souvenirshop. Ein herrlicher Tag!

HLeider ist das Leben – und die Marinas! – in England sehr teuer. Eine Nacht in der Ankerbucht sollte mal einstreut werden! Wir verbringen bei passendem Wind eine Nacht im Solent vor der Isle of Wight bevor es weitergeht ins H1Segler-Mekka Cowes. Es ist kurz vor der Cowes-Week aber einige Tage sind uns vergönnt. Wir wandern viel. Die Wege sind gut ausgeschildert und es ist schön nach all den Seetagen mal ein paar Bäume, Wiesen und urwüchsige Dörfer zu sehen. In Cowes bekommt man alles, was das Seglerherz begehrt und wir kaufen eine neue Schot.

IIn Yarmouth gehen wir auch noch auf Wanderung – manchmal ist es weiter als man denkt! – und dann geht´s los über den englischen Kanal an den wunderschönen Felsen, den „Needles“ vorbei zu den „Channel Islands“.

Bei 1-2 Bft. überqueren wir unter Motor und bei herrlichem Sonnenschein den Kanal und laufen in die große Bucht von Alderney ein. Nicht einfach, eine freie Mooring-Tonne zu finden. Es ist Hochsaison und „Alderney-Week“. Dieser Tatsache haben wir ein fantastisches Feuerwerk über der Bucht zu verdanken. Kalle verletzt sich abends heftig den Fuß und kann sich diese schöne Insel so gut wie gar nicht ansehen, er kann nicht auftreten. JIch mache mit den Kindern lange Wanderungen. Wir klettern in jeden alten Bunker hinein den wir finden können, und es gibt viele davon. Ebenso schöne weiße Strände zwischen den Felsen, nur leider ist es nicht so richtig warm und Baden entfällt.

Auf Alderney folgt Guernsey, Peter Port. Das Wetter ist durchwachsen, viel Regen und Nebel. Wir sehen uns die Museen in der alten Festung an, Kwarten auf Matthias, der eine Woche mit uns segelt und auf Jan, der eine Woche mit dem Charterboot unterwegs ist. Zwischendurch noch ein Tagesausflug auf die malerische kleine Insel Herm. Kalle hat immernoch Schmerzen unter dem Fuß aber ein bißchen wandern geht schon wieder. Matthias landet planmäßig, ein netter Drink mit Jan und seiner Crew, tschüß Guernsey.

Zurück nach Frankreich, diesmal Bretagne!

LBei Sonne und wenig Wind laufen wir Roscoff an. Es folgt ein schöner Hafentag im malerischen alten Roscoff mit Großeinkauf per Bus im Supermarkt. In den Sommermonaten gibt´s den kostenfreien Rosko-Bus der alle touristisch wichtigen Punkte ansteuert.

Nach einem rauen Segeltag empfängt uns L’Aber Wrac’h mit Regen und mäßiger Sicht. Wir wären auch Mweitergesegelt aber in Anbetracht der Wetterlage war es uns wohler im Hafen. Zum ersten Mal kommt hier der Zoll an Bord. Mit 4 Leuten und vielen Fragen aber sehr nett. Wir wollen schließlich etwas sehen von der Welt, also brechen wir zum Spaziergang auf – leider beenden wir diesen auch bald wieder weil´s im strömenden Regen einfach keinen Spaß macht. Der Ort ist sehr klein und eindeutig ein Segler- und Surfermekka – bei Sonne bestimmt super! Die Franzosen sind sportliche Leute und es ist auch im allergrößten Mistwetter enorm viel los auf dem Wasser.

Vom Weg nach Brest werden wir dichten Nebel, M 1Welle und viel Wind in Erinnerung behalten. Nach der ersten Stunde drehen wir um wegen des plötzlich auftauchenden Nebels. Nach kurzem Rückweg reißt es auf – wir wenden wieder. Bei Rückkehr zur gleichen Stelle: wieder Nebel! Augen auf und durch. Hier ist der Kartenplotter eine große Hilfe bei all den Felsen. Am Ende sehen wir doch noch etwas von der spektakulären bretonischen Küste. Um 18.30 h fällt der Anker in der Bucht von Lanveóc  (3 sm von Brest entfernt).

NAm nächsten Tag laufen wir bei angenehmem Segelwind und Sonne in Brest im „Port de Plaisance Chateau“ ein.

Die Kinder besuchen mit Matthias das große Aquarium, Kalle und ich radeln nach Moulin Blanc auf der Suche nach Sachen für´s Boot, die Kinder flitzen mit netten Seglerkindern aus der Schweiz mit dem Dinghi durch den Hafen und abends gibt´s ein Abschiedsessen im „Le Crabe Marteau“, einem originellen Restaurant mit Meeresfrüchten, spezialisiert auf große Krabben, die rustikal auf Zeitungspapier und mit den nötigen Werkzeugen zum Zerlegen serviert werden.


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