Viel Nebel …..

…. haben wir entlang der portugiesischen Küste! Und wenig Wind. Die meiste Zeit motoren wir bei sehr schlechter Sicht, das war in 2015 deutlich besser. Trotzdem gibt es noch viel Neues zu entdecken und es reißt auch mittags meistens auf.

Viano do Castelo hat uns schon vor 3 Jahren gut gefallen und so verbringen wir wieder einen Tag dort. Es findet gerade ein Trachtenfest mit Musik und leckerem hausgemachten Essen an diversen Straßenständen statt. Es scheint den Leuten – alt und jung – auch wirklich Spaß zu machen und wirkt nicht wie eine rein touristische Show. Die Kinder spielen in Tracht barfuß Seilspringen und die Stimmung ist herrlich.

Der nächste Stop ist Leixos, von wo aus man gut nach Porto reinfahren kann. Die Marina ist voll, wir ankern. Interessante Stimmung in diesem Industriehafen – leider diesmal mit besonders viel Nebel. An dem Tag, an dem wir nach Porto fahren, reißt es jedoch auf. Eine wunderschöne Altstadt, wirklich lohnenswert! Außerdem ein Shopping-Paradies. Kalle ersteht ein Paar neue Schuhe und einen Abend gehen wir in ein nettes Restaurant in Hafennähe. Hier ist eine kleine Straße wo draußen die Sardinen gegrillt werden. Überhaupt gibt es nur ein Thema: Fisch oder Tintenfisch.

In Aveiro kommen wir bei auflaufendem Wasser an. Gut so – die Strömung und die Strudel sind enorm, keine Chance gegenan zu fahren. Die Einfahrt erinnert an die schmalen Durchfahrten in der Bretagne. Der Ankerplatz weit außerhalb der Stadt ist ziemlich voll, unter der Hochspannungsleitung direkt vor dem Ort kommen wir nicht durch. Letztendlich machen wir an einem privaten sehr vergammelten alten Steg fest. Ein Marokkaner bewacht dort die alten Schuppen und wohnt mit diversen Hunden dort. Wir dürfen bleiben. Leider kommt man bei Niedrigwasser nicht von Bord und was Hunde angeht, sind wir beide nicht die Helden der Nation: wir trauen uns nicht. Das sind schließlich Wachhunde. Die Nacht ist gespenstisch: der gammelige Steg mit dicken Leinen voller Bewuchs und drumherum dichter Nebel. Ich gehe nochmal über Deck und schon stehen die Hunde über mir parat und kläffen. Das Dinghi ist das Mittel der Wahl. Morgens reißt es auf. Wir steuern die Marina an und gehen von dort in den Ort. Durch die Kanäle kommen wir nicht mit dem Dinghi, schade. Die Stadt ist von Kanälen durchzogen, die mit Schleusen von der Lagune getrennt sind. Dies wird entsprechend an den Mann gebracht: überall werden Touren in Gondel-ähnlichen Booten angeboten. Ein hübscher Ort mit alten Gemäuern, netten kleinen Restaurants und Läden erwartet uns. Gemütlich und sehr entspannt. Auf dem Weg zum Boot machen wir noch eine Tour mit dem Dinghi durch die Lagune. Die Wasserstandsschwankungen machen die Sache spannend, mal ist alles Schlamm, dann sieht es aus als würden die einzelnen Häuser direkt im Wasser stehen.

Am nächsten Morgen ist schon wieder dichter Nebel als wir uns flott mit der Strömung Richtung Meer und nach Figuera da Foz bewegen. Schöner ist der Ort nicht geworden seit dem letzten Besuch aber der Hafenmeister nett wie immer und der tolle Markt mit leckeren frischen Sachen ggü. der Marina entschädigt für die vielen 70er Jahre Hochhäuser am Strand.

Neu für uns ist Nazaré, das Surfer-Paradies, das wir uns diesmal ansehen wollen. Am Nachmittag reißt es wieder einmal auf und wir können den alte n Leuchtturm auf der Klippe, der heute ein Surfer-Museum beinhaltet, tatsächlich kurz sehen. Der Ort ist herrlich! Toller Strand, schöne Promenade, nicht so riesige Häuser. Das Publikum ist jung, die Kneipen, Restaurants und Läden eine Mischung aus alt und traditionell, gemütlich und modern. Schmale kleine Gassen liegen unten am Berg auf den eine Bahn fährt. Oben ist das zweite Zentrum des Ortes mit der wunderschönen Kirche und vielen Souvenirständen. Auf die Küste läuft ein Unterwassergraben zu, der die höchsten Wellen der Welt erzeugen soll. Als wir dort sind trifft dies nicht ganz zu aber dramatische Wellen sind es allemal – und das mit ganz wenig Wind! Im Museum sehen wir die hohen Wellen aus den Wintermonaten und sensationelle Surfer Videos.

In Peniche sollen wir unseren neuen Herd bekommen und von dort wollen wir ablegen Richtung Porto Santo. Los geht’s, diesmal ohne Nebel und mit genügend Wind. Der Hafen ist voll aber wir finden noch Platz. Auch wenn man den Ort kennt, gibt es immer wieder neues zu entdecken. Wir machen schöne Spaziergänge, finden die beste Sangria in der „Bar Americano“, ich suche einen Arzt auf wegen meiner Schilddrüsenwerte, viele nette Leute gehen täglich neu längsseits an unserem Boot. Endlich ist der Herd da! Es hat viele e-mails und Telefonate gekostet – und viel Hilfe von Pedro vom Trans Ocean der uns die ganze Zeit hilfreich zur Seite stand. Zu guter Letzt hat er uns abends um 22 h noch den Herd persönlich vorbeigebracht und mit zum Boot geschleppt. Als Dank dafür? „Bitte schickt mir eine Postkarte wenn ihr irgendwo ankommt“. Wir werden daran denken. Vielen Dank für die viele Hilfe Pedro!

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