Martinique

Eigentlich wollen wir gleich nach Le Marin …… In der Einfahrt hören wir aber wie uns Heike und Herwig von der Worlddancer rufen. Sie liegen vor St. Anne und haben auf uns gewartet. Wir freuen p1000553uns riesig über das Wiedersehen und der Anker fällt im herrlich klaren Wasser vor St. Anne. Am Sonntag abend lichten sie den Anker aber die Saga ist am Morgen schon eingelaufen! Diesmal ein netter Abend mit Inge und Thomas. Ihr seht eindeutig: einsam muss man auf Langfahrt nicht sein. Wer natürlich nur auf seinem Boot sitzt und mit niemandem spricht, wird es bleiben. Also nimmt man sein Dinghi, wirft einen Blick auf die umliegenden Boote und stellt sich erstmal den Nachbarn/Landsleuten vor. Die meisten sind kommunikativ und freuen sich. St. Anne ist ein hübscher Ferienort mit Strand und Palmen, Boutiquen und Restaurants. Das Baden vom Boot aus ist klasse. Wir verholen trotzdem Sonntag Abend nach Le Marin. Montag morgen geht’s einkaufen zu Leader Price. p1000566Leader Price kann man mit dem Dinghi anlaufen und alle sagen: da muss man einkaufen. Im strömenden Regen fahren wir hin und stellen fest: es stimmt. Der Laden ist total günstig für karibische Verhältnisse und hat viel Auswahl. Das Warten darauf, dass der Regen aufhört lohnt sich nicht und wir verladen 2 randvolle Einkaufswagen ins klatschnasse Dinghi. Die Bier-Paletten kommen nach unten, denen macht das viele Wasser nichts aus. Darauf dann das, was nicht direkt im Wasser stehen darf. Die gleiche Aktion nachmittags nochmal. Als Inge und Thomas abends zum Drink kommen, gewittert es kräftig und das Boot dreht sich wie ein Kreisel. Wir sitzen drinnen! Das hatten wir bisher noch nie. Das schlechte Wetter hält an aber wir marschieren klatschnass durch die Straßen, ergattern im 6. oder 7. Laden den passenden Keilriemen und buchen für morgen ein Auto. Wir essen unter Deck! Ein norddeutscher Segler wird das als normal empfinden aber hier ist es normal, draußen unter dem Bimini zu sitzen – im Trockenen, Warmen.

Mit dem Auto geht’s über die Insel. Es ist bewölkt aber von der kleinen Straße über die höchsten Berge dsc_4112im Süden der Insel haben wir einen herrlichen Blick – gleichzeitig zur karibischen und zur Atlantikseite. Als wir auf der Halbinsel Ile de la Caravalle ankommen um ein bißchen zu laufen fängt es wieder einmal an in Strömen zu gießen. Eine winzige einspurige Straße schlängelt sich durch die Berge von Ost nach West via Morne Bellevue. Die nehmen wir! Die Fahrt ist abenteuerlich durch dichten Dschungel, Gott sei Dank kein Gegenverkehr. Plötzlich ist Schluß, ein Zaun mitsamt Schild versperrt die Straße – und dahinter kann man wirklich nicht durch, es hat Steinschlag gegeben. Mühselig drehen wir um und fahren den langen Weg zurück. Am nächsten Tag machen wir uns auf nach Norden, die grün markierte dsc_4119Straße durch den Nationalpark an den Pitons du Cabret vorbei nach Le Morne Rouge. Das kleine Städtchen hat eine hübsche Kirche und ein Museum mit der Geschichte der Vulkanausbrüche auf Martinique, leider nur auf Französisch, aber ein bißchen kann man ja erraten und die vielen Bilder sprechen für sich. Als wir auf dem Montagne Pelée ankommen, ziehen wieder dichte Wolken auf. Zurück ins Auto und weiter um den nördlichen Teil der Insel. Auf dem Rückweg halten wir noch kurz in Saint Pierre und fahren – diesmal bei Sonne! – an der Westküste entlang. Fazit von Martinique: es gibt viele Wanderwege in den Nationalparks die, besonders im Norden, sicherlich ein Traum sind, wenn das Wetter mitspielt. Ansonsten ist die Insel sehr europäisch und stark bebaut. Wer unberührte Natur, einsame Strände und urwüchsige Karibik sucht, ist falsch auf Martinique.

Und jetzt? Momentan liegen wir vor Guadeloupe. Das Wetter ist mies (Schauerböen ohne Ende, der Wind pfeift) aber morgen wollen wir weiter nach Antigua. Bilder und Bericht von unserer Zeit auf Dominica kommen demnächst ….

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