Die Exumas bis Nassau

In Georgetown klarieren wir endlich ein. Es ist alles vor Ort dafür vorhanden, aber die vielen Formulare in zwei Büros an verschiedenen Stellen nehmen trotzdem 2 Stunden in Anspruch. Georgetown ist zwar für unsere Begriffe winzig, aber ein richtiger karibischer Ferienort. 2 Supermärkte, einige kleine Läden und einen Hardwarestore gibt es. Außerdem 2 Banken und einen Open-Air Markt mit Souvenirs. Am Steg ist Wasser für die Segler zu haben und gegen Gebühr kann man Müll abgeben, es gibt verschiedene Cafés mit Internet. Wir liegen herrlich geschützt hinter einer wunderschönen Insel gegenüber der Stadt. Toll zum Schwimmen, Schnorcheln und Spazierengehen. Bei einem dieser Ausflüge bin ich auf dem Rückweg ganz unvermittelt in Ohnmacht gefallen! Kalle hat mich aufgesammelt und per Dinghi wieder an Bord befördert. Bis auf einige Schrammen und einen verrenkten Daumen habe ich keine Blessuren davon getragen aber irgendwie seltsam war die Sache schon und wir fragen uns: wieso? Nun ja, ich sitze wieder frohen Mutes am Blog im Yacht Club mit dem herrlichen Blick und warte darauf, dass das Internet wieder funktionieren möge. Heute ist Stromausfall im ganzen Ort – wegen des Regens. Morgen soll guter Wind sein und wir wollen weiter nach Norden, die Kette der Exumas hoch und dann nach Nassau. Dorthin kommt die neue Wasserpumpe, um die Kalle Alex gebeten hat. Unser Generator funktioniert nämlich wieder einmal nicht (wg. der Wasserpumpe) und der Strom wird knapp.

Nassau, Tage später: mit der Pumpe hat alles geklappt. Danke, Alex! Eine lange und interessante Fußwanderung, durch Gegenden in die wir sonst sicher nicht gekommen wären, brachte uns zum DHL Abholbüro. Auf dem Rückweg haben wir noch leckeren Rumkuchen erstanden und ich ein bißchen in die Läden geschaut. Hier gibt es enorm viel Tourismus. Alles ist auf Kreuzfahrer eingestellt, d.h. die gleichen internationalen Duty-free Läden, die gleichen T-Shirts mit anderem Aufdruck, der gleiche Schmuck. Einen Markt mit viel „Kunsthandwerk“ made in China gibt es auch. Spannend kann so eine Kreuzfahrt kaum sein! Viele Restaurants gibt es natürlich auch, alles auf den amerikanischen Geschmack eingestellt. Sonst kommt auf den Bahamas sehr die britische Vergangenheit zum Ausdruck. Nassau ist keine besonders urwüchsige Stadt. Eher eine Mischung aus einigen schönen alten Gebäuden, die erhalten wurden, vielen vergammelten leerstehenden Häusern, bescheidenen Hütten und tollen neuen Villen und Appartements am Wasser mit traumhaften Gärten und Strand. Es gibt alles zu kaufen: teilweise etwas, teilweise deutlich teurer als in Europa. Wer von Süden kommt sollte den Lebensmitteleinkauf so legen, dass auf den Bahamas nur das Notwendigste gekauft wird. Essen gehen um die Mittagszeit ist nicht so teuer wenn man die richtige einheimische Ecke findet. Die Atmosphäre ist schön maritim, es gibt viel zu sehen von dem schaukeligen Liegeplatz aus im Osten der Brücke. Kalle bastelt z.Zt. am Generator, später müssen wir waschen, putzen usw.

Vor Nassau haben wir noch eine Nacht vor Highborne Cay, einer Privatinsel, gelegen. Man darf nur das Restaurant und den Mini-Markt betreten, wer einen Spaziergang machen will, muss 25 $ pro Person bezahlen. Wir hatten keine Ambitionen dies zu tun und sind an Bord geblieben. Die Einfahrt durch die Riffe war schmal und spannend, eine enorme Strömung. Die Überfahrt durch die flachen  Gewässer Richtung Nassau führte auf der Länge von ca. 3 nm an diversen Riffen vorbei. Vom Bug aus waren die Korallenköpfe gut sichtbar. Von der Kette der Exuma Cays haben wir sonst leider nichts gesehen (da wir ja nach Nassau mussten). Schade, dies soll mit das schönste Gebiet der Bahamas sein. Wenn es nicht Mayaguana, Rum Cay und Conception waren!

Hier noch ein paar Eindrücke mehr aus dem bunten Nassau, die wir in den letzten Tagen gewonnen haben. Wir liegen nämlich weiterhin hier und haben entsprechend Zeit uns die Stadt anzusehen – was ich ziemlich klasse finde, denn es gibt noch einiges zu entdecken. Der Grund ist nicht ganz so glücklich: unser Generator macht wieder einmal Probleme, diesmal andere, und Kalle braucht Ersatzteile und die Hilfe eines Bordelektrikers. Zu Ostern ist das nicht so ohne Weiteres zu bewerkstelligen.

…und im letzten Kapitel habe ich noch ein paar Bilder nachgetragen – hier gab es Internet ohne Stromausfall!

 

Fröhliche Ostern Euch allen! – Happy Easter everybody!

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