Azoren – Faial mit Horta

Nach dem Einlaufen ist viel zu tun: zum Hafenbüro, wo es sehr voll ist und außerdem gleich die Mittagspause beginnt. Wir machen also erst einmal eine Wanderung durch den Ort zum legendären Café Sport wo wir einen Gin Tonic auf die Atlantik-Überquerung trinken. Da treffen wir auch gleich Bekannte und so dauert das Ganze ….. Danach dann zum Hafenbüro, dann das Boot verholen. Wir liegen an der bekannten Mole mit den Bildern aller Segler aus den vergangenen Jahren als drittes Boot im Päckchen. Immerhin, wir müssen nicht ankern und die Hafengebühren sind bezahlbar hier. Abends geht’s zum Essen ins Restaurant von Genuino, der selbst 2 mal die Welt umrundet hat, einmal um Kap Horn. Das Restaurant liegt an der Bucht Porto Pim, an der auch das Aquarium und die alte Walfangstation liegen,  und es schmeckt ausgezeichnet.

Knut und Kerstin sind mit ihrer Pogo Foxy Lady schon ein paar Tage hier und haben auf uns gewartet. Nun haben sie ein Auto gemietet und daher machen wir gleich einen Ausflug zusammen über die Insel. Erst in den botanischen Garten, dann hoch zum Krater, der gleichzeitig der höchste Berg der Insel ist. Wir haben Glück mit dem Wetter und können rüber gucken zum Pico. Dieser schöne Blick ist uns leider selten vergönnt, meistens ist der Pico von Wolken bedeckt. Vom luftigen Kraterrand fahren wir zum alten Leuchtturm. Hier ist 1957 bei dem letzten schweren Vulkanausbruch neues Land entstanden. Es gibt ein interessantes Museum in dem man viel über Vulkane lernen kann. Wir besteigen das neu gewonnene Land mit vielen tollen Ausblicken und natürlich auch den alten Leuchtturm. Super!

In Horta haben alle ankommenden Segler viel zu erledigen. Die Einwohner sind total hilfsbereit – trotz der Horden, die hier einfallen – und man kann alles erledigen. Der Mid Atlantic Service hilft da sehr. Auch das Einkaufen im großen Supermarkt gereicht zur Freude wenn man lange in der Karibik war. Die Regale sind voll, das Essen ist frisch und so günstig, wie wir es ewig nicht erlebt haben. In der Marina gibt’s Internet bei Peter (eine Depandance vom Café Sport) und prima Eis. An der Pier sind viele kleine Shops aufgebaut, die Wal Beobachtungstouren anbieten. Bis Mitte der 80er Jahre lebten viele Einheimische vom Walfang, gleich anschließend wurde auf die unblutigere Variante umgestellt. Es gibt außer den Waltouren herrliche, gut markierte Wanderwege auf den Inseln. Während wir dort sind, findet ein Berglauf über 36 km statt. Der Segeltourismus blüht besonders in Horta, aber auch auf den anderen Inseln wird es mehr. Man kann hier auch chartern. Die kleinen Häfen sind in der Saison jedoch sehr voll, die Ankerplätze offen und das Wetter nicht immer ideal zum ankern. Über der Kneipe mit Restaurant „Peter’s Café Sport“ gibt es eine sehenswerte kleine Kunstsammlung. Im Scrimshaw Museum hat die Familie aus Walknochen gefertigte Kunst und Zeichnungen gesammelt. Der Besuch lohnt sich!

Es wird dringend Zeit sich an der Mauer zu verewigen. Vom Nachbarboot haben wir einen Eimer mit Farbresten bekommen, total nett. Heute scheint die Sonne und Kalle stürzt sich auf das Projekt. Er hatte schon auf dem Atlantik die Idee mit der Meerjungfrau. Die Farbe trocknet schnell und schon ist das Werk vollbracht, siehe Anzeigebild. Es soll Glück bringen, hier ein Bild zu hinterlassen. Die restliche Farbe reichen wir denn auch gleich an den nächsten weiter. Toni ist inzwischen mit seiner Meerstern eingelaufen. Hoffentlich wird der perfekt hergerichtete Maleimer incl. Pinsel, Wischtücher und Gläser zum Ausspülen noch öfter verwendet, das bringt doch sicher auch Glück wenn man nett zum nächsten Segler ist!

Im alten Zentrum von Horta

 

 

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