Und immernoch Porto Santo

Morgen soll es weiter gehen Richtung Las Palmas, Gran Canaria. Die Sonne lacht, Hurricane „Leslie“ ist nördlich an der Insel vorbeigezogen. Der Wind war erträglich, im Hafen und bei uns ist alles heil geblieben. Den ausgebrachten Anker vor dem Steg zu heben wurde allerdings zur Herausforderung: raus mit 3 Mann im Dinghi und Einsatz unter Wasser. Alles hat geklappt und wir hatten viel Hilfe.

Das gebrochene Want hat mein Skipper geschweißt, das Solarpaneel wieder festgeschraubt, die Segellatte, die im Sturm herausgeflogen ist, befindet sich wieder in der Tasche die jetzt repariert ist, der Generator sitzt jetzt hoffentlich auch bei Lage gut fest und ich bin endlich mit dem Blog wieder aktuell! Nur das Wetterprogramm läuft noch nicht über das Iridium-Telefon.

Mir geht’s gesundheitlich immer besser, der Arzt in Peniche und meine Hausärztin waren sich einig in Bezug auf die Medikamentendosis für die Schilddrüse. Sehr erfreulich so viel internationale Einigkeit. Die neue Dosis ist gut. Kalle ging es zwischenzeitlich weniger gut aber jetzt fühlt er sich wieder fit für die Passage nach Las Palmas.

Zwischendurch habe ich ein paar nette Bilder von dieser wunderschönen Strand- und Wanderinsel eingefügt auf der man wirklich entspannen kann. Das tun hier auch viele Segler aus allen Ländern  bevor es weiter nach Süden, in die Karibik oder auch nach Hause geht. Bis demnächst von den Kanaren!

Viel Nebel …..

…. haben wir entlang der portugiesischen Küste! Und wenig Wind. Die meiste Zeit motoren wir bei sehr schlechter Sicht, das war in 2015 deutlich besser. Trotzdem gibt es noch viel Neues zu entdecken und es reißt auch mittags meistens auf.

Viano do Castelo hat uns schon vor 3 Jahren gut gefallen und so verbringen wir wieder einen Tag dort. Es findet gerade ein Trachtenfest mit Musik und leckerem hausgemachten Essen an diversen Straßenständen statt. Es scheint den Leuten – alt und jung – auch wirklich Spaß zu machen und wirkt nicht wie eine rein touristische Show. Die Kinder spielen in Tracht barfuß Seilspringen und die Stimmung ist herrlich.

Der nächste Stop ist Leixos, von wo aus man gut nach Porto reinfahren kann. Die Marina ist voll, wir ankern. Interessante Stimmung in diesem Industriehafen – leider diesmal mit besonders viel Nebel. An dem Tag, an dem wir nach Porto fahren, reißt es jedoch auf. Eine wunderschöne Altstadt, wirklich lohnenswert! Außerdem ein Shopping-Paradies. Kalle ersteht ein Paar neue Schuhe und einen Abend gehen wir in ein nettes Restaurant in Hafennähe. Hier ist eine kleine Straße wo draußen die Sardinen gegrillt werden. Überhaupt gibt es nur ein Thema: Fisch oder Tintenfisch.

In Aveiro kommen wir bei auflaufendem Wasser an. Gut so – die Strömung und die Strudel sind enorm, keine Chance gegenan zu fahren. Die Einfahrt erinnert an die schmalen Durchfahrten in der Bretagne. Der Ankerplatz weit außerhalb der Stadt ist ziemlich voll, unter der Hochspannungsleitung direkt vor dem Ort kommen wir nicht durch. Letztendlich machen wir an einem privaten sehr vergammelten alten Steg fest. Ein Marokkaner bewacht dort die alten Schuppen und wohnt mit diversen Hunden dort. Wir dürfen bleiben. Leider kommt man bei Niedrigwasser nicht von Bord und was Hunde angeht, sind wir beide nicht die Helden der Nation: wir trauen uns nicht. Das sind schließlich Wachhunde. Die Nacht ist gespenstisch: der gammelige Steg mit dicken Leinen voller Bewuchs und drumherum dichter Nebel. Ich gehe nochmal über Deck und schon stehen die Hunde über mir parat und kläffen. Das Dinghi ist das Mittel der Wahl. Morgens reißt es auf. Wir steuern die Marina an und gehen von dort in den Ort. Durch die Kanäle kommen wir nicht mit dem Dinghi, schade. Die Stadt ist von Kanälen durchzogen, die mit Schleusen von der Lagune getrennt sind. Dies wird entsprechend an den Mann gebracht: überall werden Touren in Gondel-ähnlichen Booten angeboten. Ein hübscher Ort mit alten Gemäuern, netten kleinen Restaurants und Läden erwartet uns. Gemütlich und sehr entspannt. Auf dem Weg zum Boot machen wir noch eine Tour mit dem Dinghi durch die Lagune. Die Wasserstandsschwankungen machen die Sache spannend, mal ist alles Schlamm, dann sieht es aus als würden die einzelnen Häuser direkt im Wasser stehen.

Am nächsten Morgen ist schon wieder dichter Nebel als wir uns flott mit der Strömung Richtung Meer und nach Figuera da Foz bewegen. Schöner ist der Ort nicht geworden seit dem letzten Besuch aber der Hafenmeister nett wie immer und der tolle Markt mit leckeren frischen Sachen ggü. der Marina entschädigt für die vielen 70er Jahre Hochhäuser am Strand.

Neu für uns ist Nazaré, das Surfer-Paradies, das wir uns diesmal ansehen wollen. Am Nachmittag reißt es wieder einmal auf und wir können den alte n Leuchtturm auf der Klippe, der heute ein Surfer-Museum beinhaltet, tatsächlich kurz sehen. Der Ort ist herrlich! Toller Strand, schöne Promenade, nicht so riesige Häuser. Das Publikum ist jung, die Kneipen, Restaurants und Läden eine Mischung aus alt und traditionell, gemütlich und modern. Schmale kleine Gassen liegen unten am Berg auf den eine Bahn fährt. Oben ist das zweite Zentrum des Ortes mit der wunderschönen Kirche und vielen Souvenirständen. Auf die Küste läuft ein Unterwassergraben zu, der die höchsten Wellen der Welt erzeugen soll. Als wir dort sind trifft dies nicht ganz zu aber dramatische Wellen sind es allemal – und das mit ganz wenig Wind! Im Museum sehen wir die hohen Wellen aus den Wintermonaten und sensationelle Surfer Videos.

In Peniche sollen wir unseren neuen Herd bekommen und von dort wollen wir ablegen Richtung Porto Santo. Los geht’s, diesmal ohne Nebel und mit genügend Wind. Der Hafen ist voll aber wir finden noch Platz. Auch wenn man den Ort kennt, gibt es immer wieder neues zu entdecken. Wir machen schöne Spaziergänge, finden die beste Sangria in der „Bar Americano“, ich suche einen Arzt auf wegen meiner Schilddrüsenwerte, viele nette Leute gehen täglich neu längsseits an unserem Boot. Endlich ist der Herd da! Es hat viele e-mails und Telefonate gekostet – und viel Hilfe von Pedro vom Trans Ocean der uns die ganze Zeit hilfreich zur Seite stand. Zu guter Letzt hat er uns abends um 22 h noch den Herd persönlich vorbeigebracht und mit zum Boot geschleppt. Als Dank dafür? „Bitte schickt mir eine Postkarte wenn ihr irgendwo ankommt“. Wir werden daran denken. Vielen Dank für die viele Hilfe Pedro!

Landfall in Porto Santo

Wir motoren an der portugiesischen Küste entlang – kein Wind! Also gehen wir vor Cascais noch eine Nacht vor Anker. Viel Schwell aber kein Nebel, ein herrlicher Blick auf den Ort und endlich eine etwas lauere Nacht. Morgens geht’s Anker auf. Um die Mittagszeit frischt der Wind auf. Mit rauer See und viel Fahrt laufen wir Richtung Porto Santo. Viele Delphine und einige kleinere Wale sehen wir. Nach 2 Tagen nimmt der Wind ab und die See wird ruhiger aber die Blue Sun läuft noch ganz gut mit ca. 5-6 kn. Plötzlich ein Knall: ein Want ist gebrochen. Wir bergen das Passatsegel so schnell es geht und Kalle sichert die Steuerbordseite mit dem Baby-Stag. Am Sonntag Abend, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, liegen wir vor Anker im Hafen von Porto Santo.

Es gibt viel zu tun: Einklarieren, reparieren, Wäsche waschen, Blog von der portugiesischen Küste schreiben …..

Die Rias im NW Spaniens

Es wird dunkel als ich in Santiago de Compostela lande. Ich fahre mit dem Leihwagen durch die bergige Landschaft und sehe – zu meinem größten Staunen – ein Straßenschild, das vor Glätte warnt. Also wird’s hier wohl recht frisch im Winter. Ich finde einen Parkplatz direkt am Wasser und höre 5 Minuten später wie ein Dinghi-Motor knattert. Kalle liegt vor Anker mit der Blue Sun auf der anderen Seite der Bucht. Muros ist ein altbekannter Ort für mich den ich sehr mag und wir machen Pläne für die nächsten beiden Tage an denen wir das Auto haben.

Als erstes fahren wir nach Santiago de Compostela, der bekannten Pilgerstadt in der der Jacobsweg endet. Wir verbringen einen schönen Tag beim Stadtbummel mitSight-seeing und Tapas essen. Gerda und Bernhard sind auch dabei und kennen sich schon gut aus. Wer in diese Gegend kommt, sollte Santiago auf gar keinen Fall versäumen. Es gibt enorm viel zu sehen, die Stadt hat ein ganz besonderes Flair. Man kommt auch sehr gut von La Coruna mit dem Zug dorthin. Am nächsten Tag fahren wir auf kleinen Nebenstraßen durch die Berge nach La Coruna wo wir unsere Freunde auf der Estrella besuchen bevor wir das Auto wieder am Flughafen in Santiago abgeben.

In Muros verabreden wir uns dann mit Hagen und Familie in der Ria Arousa. Kalle will etwas bei Hagen am Boot schweißen. Hagen kommt mit der Salmon bei uns längsseits und nach einiger Mühe mit der Elektrik klappt das Schweißen am Ankerplatz bestens. Die Ria Arousa ist beliebt bei einheimischen Touristen. Der Strand ist ziemlich voll für dortige Verhältnisse und an Land ist auch allerhand los. Die Kulisse mit den Felsen ist schön, bei der Ansteuerung muss man diese natürlich auch im Auge behalten. So richtig heimisch werden wir hier nicht, die anderen Rias gefallen uns besser und so gehen wir Anker auf Richtung Ria de Vigo.

Nach einer Nacht an einem herrlichen Ankerplatz vor dem Strand fahren wir bei Nebel, Regen und Gewitter im Hintergrund morgens in die Marina von Vigo. Glück gehabt, der letzte Gastliegerplatz in der Marina mit der tollen Innenstadtlage ist unserer. Zu Fuß kann man von hier aus ganz wunderbar die steil ansteigende Altstadt erkunden. In Vigo gibt es herrliche Meeresfrüchte, lebendige enge Gassen an den Hügeln und abends drängt man sich dicht an dicht in den Restaurants auf den schönen Plätzen der Altstadt und auf der Einkaufsstraße. Das maritime Flair und der Blick über den Hafen sind herrlich.

Bei meiner Ankunft hatte Kalle sich im Dinghi das Bein verletzt. Sein Motto: „Das heilt von selbst“. Diesmal offensichtlich nicht, die Wunde fängt an immer mehr zu schmerzen und ist entzündet. Wir erkundigen uns bei Hans vom Nachbarboot, was man da tun kann. Hans ist Zahnarzt und mit Freundin und 5 Kindern auf Törn. Er besteht darauf, die Wunde genauer in Augenschein zu nehmen, bringt seinen Arztkoffer mit (er ist sehr viel besser ausgestattet als wir) und verarztet Kalle’s Bein ganz ausgezeichnet. Kalle wechselt von jetzt an täglich den Verband und bearbeitet die Wunde mit der neuen Salbe. Wir verfolgen nun täglich den Heilungsprozess. Es dauert, aber dank Hans hören die Schmerzen auf und die Entzündung geht zurück.

Wir verbringen noch eine Nacht vor Bayona bzw. diesmal vor Panxon. Dies ist die letzte Nacht in spanischen Gewässern. Wir wollen nach Süden, mehr Sonne und wärmeres Wasser suchen und finden ….

Zu zweit gen Spanien

Nach dem letzten eiligen Einkauf im Markt von Royan legen wir ab nach St.-Jean-de-Luz. Ursprünglich war der Plan, Arcachon anzulaufen. Die Zeit wird jedoch knapp und ich möchte von Bilbao nach Hause fliegen. Es gibt viel zu tun – „lassen wir’s liegen“ geht nicht. Am Morgen des 4. August laufen wir in die Bucht von St.-Jean-de-Luz ein. Zum Ankern ist wenig Platz aber wir finden eine Mooring in der Nähe der Festung. Ein schöner Ankerplatz mit herrlichem Blick. In der Bucht steppt der Bär. Alle Strände rundherum sind rappelvoll, es wird überall Wassersport getrieben. Leider brausen auch die unvermeidlichen Wasserbikes mit viel Lärm und Schwell durch’s Ankerfeld. Kein Wunder, dass hier am Strand so viel los ist: endlich warmes Wasser, 23° C! Nichts wie rein und eine Runde um’s Boot schwimmen. Unsere erste Tat an Land: wir kaufen eine Basken-Flagge.  Und sehen uns an, was die anderen Boote so für Gastlandsflaggen setzen. Eine bunte Mischung aus französisch, spanisch, baskisch und alles zusammen. Man scheint es wohl doch nicht so genau zu nehmen. Wir entscheiden uns für die Baskenflagge und darunter die Nationale des Landes in dem wir uns befinden, jetzt also noch Frankreich. Der Ort ist sehr touristisch und wunderschön. Viele Boutiquen, Gassen zum Bummeln. Der Baustil im Baskenland ist ein anderer, wir sehen viel Fachwerk.  In und vor der Bucht findet eine Regatta mit großen Ruderbooten statt wie wir sie noch nie gesehen haben. Diese Art Boote sehen wir in ganz Nord-Spanien wieder.

Nach 68 nm fällt unser Anker in der Bucht vor Bilbao, genauer gesagt: Getxo, das ist ein Vorort. Ein gewisser Industrie-Charme lässt sich nicht leugnen. Man segelt und ankert mitten im Hafen. Jedenfalls auf den ersten Blick. Beim genauen Hinsehen entdecke ich einige große alte Villen entlang der kunterbunt und in wechselnden Farben beleuchteten Promenade. Am nächsten Tag sehen wir uns den Ort an. Es gibt einen alten Fischerhafen, der heute eine geschützte  Badebucht für Kinder ist und den dazugehörigen, gemütlichen Ortsteil mit vielen Treppen, Kneipen und kleinen Häusern am Hang. Den großen Strand entdeckt man auch nicht gleich vom Ankerplatz aus. Der Spaziergang zur Schwebebahn über die Ria de Bilbao machen wir leider bei weniger sonnigem Wetter – schlecht für Photos. Getxo selbst gibt soviel her, dass es uns nach der langen Wanderung durch den Ort und an der Promenade entlang zu spät ist, um noch nach Bilbao reinzufahren.

Die S-Bahn Anbindung an die Innenstadt ist bestens, ca. 20 Minuten braucht man in die Altstadt. Dort verbringen wir den kommenden, und damit auch meinen vorerst letzten Tag in Spanien. Die Kathedrale ist wirklich sehenswert. Es gibt die herrlichen alten spanischen Häuser, die Fassade des Bahnhofs sticht sofort ins Auge und wir essen für wenig Geld leckere Pintxos, das sind sehr delikate kleine Häppchen, ähnlich wie Tapas. Am nächsten Tag starte ich per S-Bahn Richtung Airport. Mit Umsteigen in den Bus dauert die Fahrt ein Weilchen aber ist wirklich günstig und ich sehe noch etwas von der Stadt. Unter anderem erhasche ich einen Blick auf das Guggenheim-Museum. Es sieht gigantisch aus und ich bedaure, dass wir uns nicht ein bisschen beeilt haben um es doch noch zu sehen. Der Sight-Seeing Ehrgeiz war etwas zu  heruntergefahren. 

Kalle geht noch eine Nacht vor Anker und segelt dann weiter über das Cabo de Penas, Cudillero und Vivero  nach La Coruna. In Muxia warten Gerda und Bernhard bereits, die mit ihrer Estrella von den Azoren gekommen sind. Nach einem fröhlichen Wiedersehen und schönen Wanderungen in den umliegenden Bergen geht’s weiter bis Muros, wo ich dann auch wieder an Bord kommen werde …

…. und weiter entlang der Küste

Eine Nacht verbringen wir vor der Ile de Re vor Anker. So können wir morgens früh in La Rochelle einlaufen und – hoffentlich – einen guten Liegeplatz in der Stadtmarina bekommen. Die Einfahrt ist toll, ein grandioser Blick auf die Altstadt mit den beiden Türmen links und rechts der Zufahrt. Nur leider kein Platz für ein tiefgehendes Schiff wie Blue Sun. Wir liegen also etwa 30 Minuten zu Fuß außerhalb in einer riesigen, modernen Marina mit hunderten von Booten. Ein kleiner Strand ist in der Nähe, ein guter Bäcker und einige typische Strandläden mit Bademoden. Zur Innenstadt führt eine hübsche Promenade am Wasser entlang. La Rochelle ist ein wirklich lohnendes Ziel. Eine tolle lebendige Altstadt mit Massen an netten Restaurants und Bars, viel zu sehen und einer herrlichen  Atmosphäre. Die Stadt scheint aus Bootsanlegern, Liegeplätzen und mit Schleusen abgetrennten Hafenbecken zu bestehen: Schlepper, Kutter, moderne Yachten, Museumsschiffe. Wir besichtigen alle 3 Türme, den alten Bunker aus dem 2. Weltkrieg wo sich die U-Boot Besatzungen zum Feiern trafen wenn sie denn heil wieder angekommen waren und Kalle, Marten und Rayka sehen sich das riesige Aquarium an während ich durch die vielen kleinen Läden bummele. Fische gucke ich mir lieber beim Schnorcheln an und Geld sparen ist auch eine feine Sache. Es gibt auch noch ein Seefahrtsmuseum und einen Markt. Der hat zu meinem größten Bedauern schon zu als ich ihn entdecke. In einem der alten Wehrtürme ist eine Ausstellung mit alter Werbung für Badeorte und hier sehen wir, dass …..

Royan, unser nächstes Ziel, schon früher ein bekannter Ort gewesen ist. Die Strecke ist anstrengend. Viele Kappelwellen, alte Dünung, lange seitliche Wellen. Auch die Einfahrt in die Gironde macht nicht wirklich Spaß. Mir ging es in La Rochelle schon nicht so gut und nun wird’s nicht besser. Nach einem anstrengenden Tag sind wir froh, einen guten Liegeplatz in der großen – und recht flachen! – Marina zu bekommen. Der Hafen ist ruhig und recht zentral, der Grund schlickig und die Tresen-Crew des Marina Büros wahnsinnig nett und hilfsbereit. Royan ist ein riesiger Badeort. Alles gepflegt, enorm viel Tourismus, Party, Läden, Restaurants. Bis auf wenige alte Villen wurde der Ort komplett im Krieg zerstört, d.h. alle Bauwerke sind aus den 50er und 60er Jahren. Die Kirche sticht durch ihre ungewöhnliche Konstruktion hervor. Am Ende unserer Tage in Royan gehe ich zum Markt bevor wir ablegen. Ich liebe alle Märkte und dieser ist besonders schön. Mengen an frischem Fisch und Meeresfrüchten, viel Obst, Gemüse, Backwaren, Fleisch und Wurst. Die Preise sind erschwinglich und alles kommt aus der Region. Vor der Halle sind einige Stehtische wo zum Frühstück von älteren Einwohnern frische Austern und Wein konsumiert werden.

Wir leihen ein Auto und machen einen Ausflug entlang der Gironde durch die Weinberge. Die Gegend ist herrlich. Hier gibt es viele kleine Dörfer mit lauschigen Plätzchen. Leider müssen wir am nächsten Tag schon morgens um 2 h nach Bordeaux starten um Marten und Rayka zum Flughafen zu bringen. Wir sind pünktlich, 2 Stunden vor Abflug, nur das Bodenpersonal hat viel Zeit und öffnet die Schalter später. Es klappt trotz einiger Schwierigkeiten alles. Bei Opodo hatte man uns etwas anderes über das Reisen minderjähriger Jugendlicher erzählt, Air France war anderer Meinung. Trotz allem erhalten wir in der wunderschönen Altstadt von Bordeaux die Nachricht, dass Marten und Rayka gut angekommen sind und das Umsteigen in Paris geklappt hat. Sehr müde schleichen wir durch Bordeaux. Morgens um 7 h ist noch nicht viel los. Nicht einfach, im Zentrum ein nettes Café zu finden, das schon offen hat. Mitten in der Altstadt ist ein wunderschöner Markt mit Parkhaus, wie praktisch! Nach einem längeren Stadtbummel geht’s wieder gen „Heimat“, unserer Blue Sun in Royan. Sehr müde und ohne weitere Stops. Bordeaux wird uns trotzdem in bester Erinnerung bleiben. Darum hier noch ein paar nette Photos, die ich einfach gerne mag.

…. und dann geht’s alleine weiter Richtung Spanien!

Endlich Neuland!

Weiterhin tolle Sonne – aber wie gut, dass wir reichlich getankt haben. Durch die Raz de Sein, eine felsige Meerenge mit wiederum enormer Strömung, diesmal in der richtigen Richtung! – fahren wir weiter nach Benodet, dem ersten Ort auf der Reise, den wir noch nicht kennen. Die Küste wird flacher, es gibt unzählige vorgelagerte kleine Inseln und Inselgrüppchen und endlos lange weiße Sandstrände. Die Wassertemperatur ist jedoch eher Nordsee-mäßig, so um die 17°C. Benodet ist ein sehr schicker Ort mit gepflegten, teilweise sehr großen und edlen Häusern. Die Hafeneinfahrt ist sehr voll. Viele kleine und große Sportboote, Angler, Surfer, alles was es so an Wassersportaktivitäten gibt wird betrieben. Von einem Ufer zum anderen gibt es eine Fähre. Die beiden Marinas liegen in dem schmalen Fluß mit sehr starker Strömung.

Durch das Gewusel zieht uns das ablaufende Wasser zügig vorbei an den Iles de Glènan zur Ile de Groix, einem urwüchsigen Ferienparadies. Eine herrliche Insel für Familienferien. Gleich am Anleger gibt es Mengen von Fahrrädern zu leihen sowie einige nette Restaurants und kleine Läden. Die Marina ist proppevoll. Zwischen 2 Mooringtonnen hängen etwa 10 Boote!! Am nächsten Morgen gibt’s dann auch Bruch als ein Katamaran ablegt und gleich 3-mal über die Leine des Nebenliegers brummt. Hafenkino für alle anderen. Uns ist ja nichts passiert. Wir verladen die Bordräder ins Dinghi, Kalle zieht sie an der steilen Leiter hoch, und mieten 2 weitere dazu. Auf zur Inselumrundung! Ohne Chaos an den Moorings laufen wir am nächsten Morgen aus zum

Golfe du Morbihan. Das ist eine riesige, recht flache Bucht mit unzähligen Liegeplätzen an Moorings aber man kann in einigen Ecken auch noch ankern. Innerhalb der Bucht liegen diverse Inseln, teilweise ist das Betreten verboten, auf anderen gibt es touristische Angebote. Wir ankern westlich von Ile Aux Moines vor einem großen Strand. Es ist etwas wärmer als draußen an der Küste aber immer noch frisch. Herrlich zum Spazierengehen! Bei auf- und besonders ablaufendem Wasser entstehen heftige Strudel und Strömungen zwischen den Inseln und in der schmalen Einfahrt. Hier kann auch der Jollensegler lernen mit der Tide umzugehen.

Für Hout, Hoedic und die Belle Ile bleibt uns leider keine Zeit und so segeln wir vorbei zur Ile d’Yeu, Port Jointville. Eine ganz andere Szene. Ein Heli-Landeplatz, wieder ein rappelvoller Hafen, diesmal aber mit Stegen, und sehr viele schicke Läden und Restaurants. Natürlich auch Fahrräder und Fischkutter. Die Insel hat viele schöne Strände in kleinen Felsenbuchten, ein altes Kastell am Meer, Steilküsten und viele Rad- und Wanderwege. So unterschiedlich sind sie denn auch nicht diese Inseln. Überall hübsche kleine und große Ferienhäuser, hübsche Gärten mit vielen Blumen, erfrischendes Baden, interessantes Segeln, französische Lebensart. 

… und von hier aus geht’s weiter nach La Rochelle!

 

 

 

 

Juli 2018 – Ja, Blue Sun ist wieder on Tour!

Hier meldet sich die Blue Sun Crew zurück – wir sind wieder auf Törn!!!

Nach vielen Monaten, von September 2017 bis Mitte Juni 2018 war Kalle mit dem Refit der Blue Sun beschäftigt. Das neue Deck zu verlegen – und besonders das alte zu entfernen – hat sehr viel mehr Zeit gekostet als erwartet. Ansonsten gab es viele, viele andere Dinge zu tun.

Die Pläne zum Neustart haben sich oft geändert aber dann der Beschluß: Kalle kommt mit Blue Sun nach Hamburg. Bei herrlicher Sonne kommt er in alter Einhand-Manier die Elbe heraufgefahren um mich abzuholen. Der erste Tag mit Melanie, Helene und  John, der immer wieder aus der Ferne meinen Blog rettet, wenn es ein Computer-Problem gibt, haben wir einen wunderschön sonnigen Abend im Hamburger Hafen. Am nächsten Abend hocken wir mit unserem Besuch unter Deck. Immer wieder jagen heftige Schauer über uns hinweg.

Am Freitag, d. 22. Juni 2018, heißt es: Leinen los zum großen Törn! Wie weit wir es schaffen? Ganze 9 Meilen die Elbe hinunter. Bis nach Wedel wo wir mit Motorschaden den Hafen anlaufen. Kaum sind wir fest, springt Kalle unter Deck: „Ich weiß schon was das Problem ist.“ In wenigen Minuten schnurrt der Motor wieder wie es sich gehört. Noch eine Nacht in Glückstadt, ein Teil für den Wassermacher besorgen, und dann weiter gegen Wind und Welle an. Es ist grau und windig. In Cuxhaven bleibt es so. Wir liegen im Amerikahafen im LCF, nehmen die netterweise vom Verein zur Verfügung gestellten Fahrräder und kaufen noch etwas ein. Bevor die See ruft, ruft der Keks – im Bahlsen Keks Outlet erstehen wir einige riesige Dosen Waffeln und Minzschokolade. Am nächsten Tag verlassen wir endgültig das Festland. Es ist schon ein dramatisches Gefühl an der Kugelbake vorbei in die graue Nordsee zu segeln und zu wissen, dass man lange nicht mehr hier vorbeikommen wird.

Auf Helgoland ist das Wetter wieder besser. Bei herrlicher Sonne umwandern wir die Insel, machen einen Ausflug zur Düne, wo sich die Seehunde in der Sonne aalen und ich marschiere los zum Vogelfelsen. Die Basstölpel haben Junge und das Abendlicht ist herrlich. Ein letzter Drink in der bunten Kuh bleibt uns verwehrt: Mittwoch ist Ruhetag! Auf der Fahrt nach Norderney ist uns der Wind hold und die Sonne lacht – wenn es bloß nicht immer so kalt wäre auf See. Schaukelig geht’s durch’s Dovetief vor Norderney. Am nächsten Tag kommen Rayka und Marten an Bord, die Ferien haben begonnen. Wir bummeln durch die vielen Sträßchen mit den schicken Läden und an der Promenade entlang und Kalle leistet Überzeugungsarbeit in Sachen Segelplanung: der Wind ist ausgezeichnet um schnell weit nach Süd-Westen zu kommen, d.h. durchsegeln so lange es geht, möglichst bis nach Frankreich, mindestens Dunkerque. So machen wir es!

Nach 353 nm und knapp 48 Stunden Landfall in Boulogne-sur-Mer, Nordfrankreich, also noch ein Stückchen weiter. Wir sind müde und sehr zufrieden. Die ganze Strecke toller Segelwind! Die Orte unterwegs kennen wir alle schon und der Plan ist, möglichst schnell Richtung Kanalinseln und Camaret-sur-Mer zu kommen. Da wartet Neues auf uns. Der Wind war optimal für die Strecke und da gab es kein Zögern. Etwas kalt war es, super sonniges Wetter, nervige  Verkehrstrennungsgebiete mit viel Großschifffahrt, tolle Sicht auf die Kreidefelsen von Dover und der französischen Küste. In Boulogne machen wir einen Hafentag zum Ausruhen, bummeln, einkaufen. Es ist auch nett in altbekannte Orte zu kommen, man kennt sich aus, weiß ob die Duschen gut sind und wo der Supermarkt ist.

In Dieppe  machen wir einen ausgedehnten Spaziergang zum alten Kastell, das heute ein Museum ist, und auf die Klippen. Dann geht’s weiter nach Fécamp. Beim letzten Besuch wurden wir aus dem Hafen verscheucht, weil eine Regatta nahte. Diesmal haben wir die Chance, die wunderschöne alte Benediktiner-Abtei zu besuchen wo heute noch der gleichnamige Likör Bénedictine gebraut wird. Es gibt auch 2 Kostproben, lecker! In der Stadt ist außerdem ein Hafenfest mit Flohmarkt und einigen maritimen Ständen – alles nett in Sichtweite vom Boot. Ich lechze nach Bewegung, wie üblich. Rauf auf die weißen Felsen und zu der kleinen Kirche die über der Stadt thront. Die Kirche wird gerade restauriert und hat geschlossen aber der Blick ist toll. Das Wetter ist weiterhin wunderschön sonnig und weder Sturm noch der lästige Süd-West Wind in Sicht. Etwas mehr Ostwind wäre jedoch super, wir müssen jetzt oft unter Motor laufen. In Cherbourg wollen wir hinter der äußeren Hafenmauer ankern. Ein super Platz und einen Mast sehen wir auch schon. Leider wird uns und allen anderen mit der gleichen Idee der Wunsch von der Armee verwehrt – hier ist militärisches Sperrgebiet. Wir verbringen die Nacht am Schwimmsteg und laufen früh aus. Mit der Strömung rauschen wir davon nach

Alderney. Auch diese Insel kennen wir gut. Wir machen eine herrliche Wanderung, in einem wunderschönem alten Landhaus, „The old Barn“ gibt es Bred and Butter Pudding, Brownies mit Eis und Kuchen im Blumengarten und wir treffen alte Bekannte von Kalle die auch gerade für eine Langfahrt rüsten. Ohne Wind bei spiegelglatterSee motoren wir nach Peter Port, Guernsey. Das Tanken ist hier günstig und so verbringen wir denn auch etwa eine Stunde an der dortigen Tanke als der Wasserstand es zulässt. Auch der Segelladen ist ergiebig: ich finde Schuhe, Marke „Orca Bay“. Sehr bequem und für gut befunden nach dem Kauf des ersten Paares in Cowes vor 3 Jahren. Sark und Jersey lassen wir aus. Kalle hat Sorge, dass der Wind dreht und wir dann gegenan motoren müssen. Das wäre wirklich blöd und so motoren wir nun nach Westen,

Roscoff in der Bretagne. Der Hauch von Wind kommt zwar aus Osten aber 48 Stunden sind uns ein bisschen lang für die Strecke, die wir brauchen würden wenn wir segeln. Ein Tag Pause und wir legen mit ablaufendem Wasser ab zur Ile d’Oussant, der westlichsten Insel Frankreichs. Die Tide dreht, die Strömung ist dramatisch. Dicht vor der Insel, bei enormen Strudeln, drehen wir bei und nehmen Kurs auf Camaret-sur-Mer. Diesmal ankern wir. Kein Problem bei so wenig Wind in der offenen Bucht. Letztes Mal war es recht diesig, diesmal bratzt die Sonne vom Himmel. Es gibt herrliche Strände auf der Westseite. Umgeben von steilen Klippen und erreichbar über wunderschöne Spazierwege. Weiter geht es bei herrlichem Wetter und zu wenig Wind Richtung Süden an der Küste der Bretagne entlang.

Zurück im Heimathafen!

Sorry, wir haben lange nichts von uns hören lassen – und wir sind tatsächlich bereits zurück in Hooksiel. Auf dem Titelbild seht ihr die Blue Sun den Liegeplatz im Hooksmeer ansteuern.

Was inzwischen passiert ist? Kalle hat mit seinen Kindern den Rest der Ferien im Ijsselmeer verbracht. Dann kam fliegender Wechsel: Rayka und Marten nach Hause, Sonja mit einer Freundin an Bord bis nach Borkum. Kalle hat danach noch allein die Nordsee unsicher gemacht während ich mich erst ein paar Tage in Hamburg aufgehalten habe und dann planmäßig nach Frankfurt und Kolumbien zur Taufe meiner Enkelin Valentina gefahren bin. Dort hatte ich herrliche Tage mit Jan und Familie und habe auch viel von Bogotá und Cartagena gesehen. Natürlich schaut man sich als Seglerin auch mal die Liegeplätze vor Ort an und ich kann Cartagena nur wärmstens empfehlen: absolut geschützt, kurze Dinghi-Distanz zur traumhaft schönen Innenstadt, vielen guten Restaurants und Läden. Dringende Empfehlung: lernt Spanisch! Ich hatte ja das Glück, mit meiner kolumbianischen Schwiegertochter Harleidy unterwegs zu sein, das war die Variante für Kolumbien-Anfänger. Wer an der Küste entlang schippert sollte auf jeden Fall Abstecher ins Landesinnere machen, es lohnt sich. Und irgendwie kommen ja auch andere mit Englisch durch falls es mit Spanisch noch nicht so klappt.

Bremerhafen – Leuchtturm an der Schleuse

Leider war ich gesundheitlich teilweise etwas angeschlagen und war auch nach meiner Rückkehr an Bord nicht gleich wieder fit. Dann traf mich noch ein Tiefschlag in Form einer heftigen Entzündung am Backenzahn und es fehlte an Muße, mich mit dem Blog zu befassen. Auch war es so ein eigenartiges Gefühl, wieder auf der Nordsee im Heimatrevier zu segeln. Es fühlte sich nicht mehr so nach „richtiger Reise“ an. Nach all den interessanten neuen Orten der letzten 2 Jahre fehlte mir die Exotik und das Neue, Spannende.

Kalle hatte mich in Bremerhaven bei herrlicher Sonne wieder eingesammelt. Wir haben eine schöne Radtour gemacht, – die erste seit einem Jahr -, durch den Containerhafen bis zum Deich,  verschiedene Museen angesehen und einen Spaziergang zum alten Fischerhafen gemacht. Dann ein Ausflug nach Helgoland. Trotz des ungemütlichen Wetters habe ich mich gefreut, nach 5 Wochen Abstinenz wieder zu segeln. Die Wanderung über die Vogelfelsen ist dort auch im September noch lohnenswert. Zwischen Stürmen und heftigen Regenschauern sind wir nach Cuxhaven gesegelt wo Melanie und Helene für 2 Tage an Bord kamen. Helene sollte das Bootfahren mit Oma kennenlernen. Eine gute Idee, nur leider hat uns der erste Orkan des Herbstes von jeglichen Fahrten abgehalten. So blieb es bei langen Spaziergängen in Sturm und Regen und bei leckerem Fischessen. Einen weiteren Tag haben wir auf Helgoland verbracht und von dort ging’s direkt zurück nach Hooksiel. Ganz ruhig war’s im Hafen. Wir haben uns einen Gin Tonic gegönnt und konnten in der Herbstsonne an Deck sitzen.

Kalle ist am basteln, die Bordheizung läuft – und wir müssen uns wieder einleben im kühlen Norden. Am kommenden Wochenende ist Absegeln mit all unseren bunten Karibik-Flaggen.

Seit Reisebeginn im Juni 2015 haben wir 15.568 Seemeilen in unserem Kielwasser gelassen und insgesamt 25 Länder besucht, einige davon mehrmals.

Und damit endet hier eine wunderschöne erlebnisreiche Reise und ebenso unser Blog. 

Vielen Dank für euer Interesse! …. und wir freuen uns natürlich weiter über e-mails.

Karibik von oben – Flug von Bogotá nach Atlanta

Belgien u. die Niederlande

Bevor wir Boulogne-sur-Mer verlassen, klart es auf und wir drehen noch eine Runde am Hafen. Hier werden seit unserer Ankunft Zelt aufgebaut und man sieht, dass über den Nationalfeiertag hinweg Großes geplant ist. Heute ist Eröffnung. Es ist viel zusehen beim Hafenfest. Jede Menge Stände mit alter, traditioneller Handwerkskunst, Aufführungen, Vereinen und leckerem Essen aus der Region. Leider ist die Zeit knapp und wir laufen aus. Das Anzeigebild ist die Hafenausfahrt von Boulogne-sur-Mer.

Vor Dunkerque quert ein Tanker unseren Kurs und wir sehen aus nächster Nähe wie die Schlepper die Leinen übernehmen und ihn Richtung Einfahrt schleppen. Kurz vor Nieuwpoort entdeckt Rayka eine Tonne mit einer Figur drauf! Mitten auf der Nordsee – hier hätten wir das nicht erwartet!

Im Yachthafen von Nieuwpoort ist diesmal viel los. Demnächst finden internationale Regatten statt. Die Wiesen sind voll mit Wohnwagen und Zelten, überall wimmelt es von jugendlichen Teilnehmern aus aller Welt. Es herrscht ein herrlich internationales Flair in diesem Badeort. Nach einem Tag Pause legen wir ab Richtung ..…

Blankenberge, dem letzten Hafen an der belgischen Küste, den wir anlaufen. Es ist mal wieder bedeckt als wir bei Hochwasser durch die schmale Einfahrt motoren. Es steht ein heftiger Schwell davor und wird gebaggert. Beim ersten Anlauf ist die Einfahrt nicht zu erkennen und wir drehen bei. Als ich endlich am Funk eine Antwort auf Englisch bekomme, ist uns klar wo’s reingeht aber eng ist die Passage allemal. Wir drehen eine Runde durch den Ort – leider bei grauem Himmel – und früh am nächsten Morgen kommt die letzte lange gemeinsame See Etappe bis nach …

Ilmuiden am Nordseekanal der nach Amsterdam führt. Müde nach der langen Seestrecke schlafen wir aus und am Morgen geht’s weiter bis zum Sixhafen, direkt ggü. vom Amsterdamer Hauptbahnhof. Kalle, Rayka und Marten segeln von hier aus weiter. Ich fahre für ein paar Tage nach Hamburg und verbringe den August in Bogota und Cartagena in Kolumbien zur Taufe meiner Enkelin Valentina. Kalle fährt mit Rayka und Marten weiter ins Ijsselmeer, hier gibt es kurze familienfreundliche Strecken  und weniger Welle.

 

 

Anfang September komme ich wieder an Bord für die letzte Etappe in den Heimathafen Hooksiel.

Bis bald!